„Verdienste um die Lebenshilfe“ – Artikel im Südhessen Morgen

Auszeichnung: Silberne Stadtplakette für Erich Thomas und Edmund Dautenheimer

LAMPERTHEIM. Die Stadtplakette ist die wichtigste Auszeichnung, die die Stadt an besonders verdiente Mitbürger verleihen kann. Die parlamentarischen Gremien haben jetzt beschlossen, zwei führende Köpfe der Lampertheimer Lebenshilfe zu würdigen: Erich Thomas und Edmund Dautenheimer. Beide erhalten die Stadtplakette in Silber.

Empfohlen wurde die Auszeichnung vom Arbeitskreis Ehrungen und Stiftungen. „Bei beiden Personen sind die Verdienste um das Lampertheimer Vereinsleben nicht nur im Verein der Lebenshilfe erbracht worden, beide Personen waren ebenso in anderen Vereinen und Organisationen sehr engagiert und haben sich um das Gemeinwohl der Stadt Lampertheim verdient gemacht“, heißt es in  der Begründung der Verwaltung.

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Erich Thomas (links) und Edmund Dautenheimer
Bild: JKL/A

Der Vorsitzende der Lebenshilfe, Erich Thomas, wurde 1987 in dieses Amt berufen. Wenn der Verein im Juni zu seiner Jahreshauptversammlung zusammentrifft, will Thomas nach 26-jähriger Tätigkeit seinen Vorsitz aufgeben. „Die vergangenen 25 Jahre waren“, so die Verwaltung, „von großem Einsatz und Engagement des Vorstandes, seiner Mitglieder sowie der enormen Hilfsbereitschaft der Bevölkerung geprägt“.

Durch schwierige Zeiten geführt

Die Leistungen von Erich Thomas verdienten besonderen Respekt und Anerkennung. Er habe den Verein durch schwierige Zeiten geführt. Die Verantwortung für rund 30 Mitarbeiter, auch die Verhandlungen mit Krankenkassen und Sozialhilfeträgern habe er ehrenamtlich im Interesse behinderter Kinder und deren Familien bewältigt.

Beispielhaft erwähnt werden unter anderem die Umwandlung der sonderpädagogischen Einrichtung in eine integrative Kindertagesstätte mit derzeit 45  Betreuungsplätzen, der Auf- und Ausbau der Frühförderstelle zu einer interdisziplinär arbeitenden Einrichtung, der Neubau der Frühförderstelle, die Errichtung eines Außentherapiegeländes.

Thomas ist Träger der silbernen Ehrennadel des  Landesverbands Hessen der Lebenshilfe, der Ehrennadel für Verdienste um das Vereinsleben des Kreises Bergstraße und der Auszeichnung „Soziales Bürgerengagement“ des hessischen Ministers für Arbeit, Familie und Gesundheit. Der zweite neue  Träger der silbernen Stadtplakette, Edmund Dautenheimer, ist Gründungsmitglied der Lampertheimer Lebenshilfe. Bei der Gründung 1967 wurde er zum zweiten Vorsitzenden gewählt. Seither war er ununterbrochen im Vorstand des Vereins  aktiv. Dautenheimer, Vater einer Tochter mit Down-Syndrom, hat sich damals mit betroffenen Eltern zusammengeschlossen, um gemeinsam etwas für ihre behinderten Kinder zu tun.

1969 wurde die erste Sonderkindertagesstätte eröffnet. 1975 wurde der Neubau des Sonderkindergartens in der Saarstraße eröffnet. Das Betreuungsangebot wurde in den vergangenen Jahren von einer ausschließlich heilpädagogischen Betreuung zu einer integrativen Kindertagesstätte mit zur Zeit 45 Plätzen umgewandelt.

Unter der kommissarischen Leitung Dautenheimers hat der Verein 1985 die Frühförderstelle für Säuglinge und Kleinkinder eröffnet. Auch bei der Errichtung des „Gartens für die Sinne“ war Dautenheimer wesentlich beteiligt. Er ist Träger der silbernen Ehrennadel des hessischen Landesverbandes der Lebenshilfe und der Ehrennadel für Verdienste um das Vereinsleben des Kreises Bergstraße. urs/zg

Daten zur Stadtplakette

  • Die Stadtplakette wird in Lampertheim an Personen und Vereinigungen verliehen.
  • Die erste persönliche Auszeichnung wurde 1961 vorgenommen.
  • Seitdem wurden 20 Gold-, 28 Silber- und 44 Bronze-Plaketten vergeben.

Quelle: Südhessen Morgen, Ausgabe Lampertheim, vom 16.04.2013