„Lebenshilfe: Mitglieder wählen Vorstand / Baus neuer Vorsitzender“ – Artikel im Südhessen Morgen

Der neue Vorstand der Lampertheimer Lebenshilfe

Der neue Vorstand der Lampertheimer Lebenshilfe (von links): Günther Baus, Iris Schnur, Katja Voss und Hugo Kern
Foto: JKL

LAMPERTHEIM. Die Jahreshauptversammlung der Lebenshilfe Lampertheim und Ried fand am Samstagnachmittag auf ungewohntem Terrain statt. Nicht in die Frühförderstelle an die Saarstraße, sondern in einen großen Nebenraum der Notkirche hatte die Organisation ihre Mitglieder eingeladen. Der Grund dafür lag im erwartet großen Andrang: Über 50 Personen sorgten für eine außergewöhnliche Resonanz, zu den Gästen zählten Bürgermeister Erich Maier, Stadtverordnetenvorsteherin Brigitte Stass und Erster Stadtrat Jens Klingler.Click here to find out more!

Dafür waren die zu treffenden Personalentscheidungen verantwortlich. Nachdem das Duo Erich Thomas und Edmund Dautenheimer den Verein über ein Vierteljahrhundert geführt hatte, traten sie zur anstehenden Wahl nicht mehr an. Günther Baus wurde zum neuen Ersten Vorsitzenden gewählt, sein Stellvertreter ist Hugo Kern.

In seinem letzten Jahresbericht skizzierte Thomas die Lampertheimer Lebenshilfe als einen gesunden Verein. In der dazugehörigen Frühförderstelle für Behinderte und dem integrativen Kindergarten Schwalbennest beschäftige man 30 hauptamtliche Kräfte.

Trotzdem präsentiere sich die Institution als finanziell gesund. Dass das abgelaufene Geschäftsjahr mit einem Minus abgeschlossen worden sei, lag in erster Linie daran, dass die Erneuerung der Fußbodenbeläge der Kindertagesstätte nicht billig war. 37 000 Euro kostete diese, etwa 35 Prozent davon hat die Stadt übernommen.

Für 2013 ist die Erneuerung der Eingangstür und des vorderen Außenbereichs ins Auge gefasst. Den Plan, das 37 Jahre alte Gebäude zu dämmen, ist ad acta gelegt. „Die zu erwartenden Kosten einer umfassenden Wärmedämmung betragen etwa 200 000 Euro, ein Betrag, den wir ohne Fremdmittel nicht schultern können,“ informierte Thomas.

Großes Lob erntete der Elternbeirat, der nicht nur fordere, sondern immer kräftig mit anpacke. Der Flohmarkt des Zeitvertreibs oder das Sommerfest seien deshalb so große Erfolge, weil der Beirat keine Mühen scheue, Geld zu akquirieren. Freude äußerte Thomas über den großen Rückhalt, den die Lebenshilfe in der Öffentlichkeit erfahre.

„Nach 26 Jahren ist es Zeit zu gehen“, sagte Thomas, er wolle „Platz machen für neue Wege und Strategien“. Dautenheimer und er seien stolz darauf, ein „gemachtes Schwalbennest“ an ihre Nachfolger zu übergeben. 


Quelle: Südhessen Morgen vom 17.06.2013